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Glossar: Caritas

Stromsparcheck

Mann mit StromsparlampeEs bleibt nicht bei Tipps: Die Stromsparhelfer bringen Energiesparlampen mit.

Bis zu 171 Euro Energiekosten pro Jahr. Um diese Summe entlasten die Stromsparhelfer der Caritas bundesweit Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld.

Gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) schickt die Caritas in mehr als 70 Standorten 1.500 ausgebildete Stromsparhelfer in die Haushalte. Diese machen zunächst einen Stromspar-Check. Dabei messen sie die Verbrauchswerte von Waschmaschinen, Elektroherden, Kühlschränken, Lampen, Computern, Warmwasserbereitern oder Fernsehgeräten. Danach geben sie qualifizierte Tipps, wie sich der Verbrauch mit einfachen Mitteln senken lässt. Doch dabei bleibt es nicht. 

Kostenloses Starterpaket fürs Stromsparen

Die Stromsparhelfer bauen kostenlos Energiesparlampen, Wasserperlatoren, TV-Abschalter oder schaltbare Steckerleisten ein. Am Ende sollen die einkommensschwachen Haushalte dadurch rund 20 Prozent der Stromkosten einsparen und dementsprechend weniger CO2 verbrauchen. In den ersten eineinhalb Jahren des Projekts profitierten bereits 33.000 einkommensschwache Haushalte von diesem Angebot.

Langzeitarbeitslose werden zu Stromsparhelfern ausgebildet

Das Besondere an der Aktion: Die Stromsparhelfer sind selbst Langzeitarbeitslose. Sie bekommen eine theoretische und praktische Einweisung durch qualifizierte Trainer der regionalen Energie-Agenturen. Nach einer Einarbeitungsphase gehen sie alleine vor Ort. Die regionalen Caritas-Verbände werben und betreuen die Stromsparhelfer und halten dabei engen Kontakt zu den örtlichen Sozialbehörden. Jeder vierte Stromsparhelfer findet im Anschluss an das Projekt eine Arbeitsstelle.

Einzigartige Kombination aus Sozialpolitik und Umweltpolitik

Der Stromspar-Check, der über die Klimaschutzinitiative des Bundes-Umweltministeriums finanziert wird, verknüpft Sozial- und Umweltpolitik. Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes betont: "Die Schulung langzeitarbeitsloser Menschen stärkt deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt; die Hilfe bei der Senkung der Stromkosten entlastet Haushalte mit geringen Einkommen. Das Projekt will eine Bevölkerungsgruppe ansprechen, um die sich die Umweltschutzpolitik zu wenig gekümmert hat."  

So kommt der Stromsparcheck zu Ihnen

1. Rufen Sie beim Stromspar-Check-Standort in Ihrer Nähe an und vereinbaren Sie einen Termin.

2. Die Stromsparhelfer kommen zu Ihnen und überprüfen Ihren Stromverbrauch. Sie erhalten erste Tipps, wie Sie Strom sparen können.

3. Beim zweiten Besuch der Stromsparhelfer erhalten Sie ein kostenloses Stromspar-Paket, dessen Materialien sofort montiert werden.

4. Außerdem erhalten Sie einen Stromspar-Fahrplan, der auf Ihren Haushalt abgestimmt wird, sowie Ratschläge, wie Sie Ihren Stromverbrauch weiter reduzieren können. 

Mehr dazu auf anderen Internet-Seiten:
Stromsparcheck

Offizielle Website mit allen Informationen zum Stromsparcheck der Caritas Mehr

Energiespartipps für Hartz-IV-Empfänger

ZDF-Sendung Sonntags vom 23.11.2008 Mehr