(engl. Grenzlinie oder Grenzgebiet) Der Begriff wurde gewählt, da die Erkrankung ursprünglich in den Zwischenbereich zwischen einer seelischen Erkrankung (Psychose) und einer seelischen Gesundheitsstörung (Neurose) bzw. Verhaltensstörung eingeordnet wurde. Inzwischen ist sie als eigenes Krankheitsbild anerkannt: Borderline-Persönlichkeitsstörung. Der Beginn der Erkrankung liegt zumeist in der Pubertät oder im frühen Erwachsenenalter. Auffallend bei Betroffenen sind massive innere Schwankungen. Diese können sich im Selbstbild zeigen, in intensiven und häufig wechselnden Beziehungen, in der eigenen Gefühlslage. Diese kann unvermittelt zwischen Leere, Verzweiflung, Wut wechseln. Die Betroffenen sind den Gefühlsausbrüchen ausgeliefert. Als Ursache werden unter anderem Missbrauchserfahrungen in der Kindheit vermutet. Möglichkeiten der Behandlung sind Gesprächstherapie und Medikamente. Die Schwere der Störung nimmt oftmals zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr ab.
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