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Stand: 20.04.2011

Pressemitteilung

Caritas-Studie

Politischer Wille entscheidet über Bildungschancen

Über sieben Prozent der Jugendlichen haben im Jahr 2009 die Schule ohne einen Hauptschulabschluss verlassen. Die Studie zeigt, dass sowohl sozioökonomische Faktoren als auch das jeweilige Bundesland mit seiner Schulpolitik entscheidenden Einfluss auf die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss haben. Dabei sind die Quoten regional sehr unterschiedlich. In Wismar verlässt mehr als jeder vierte Jugendliche die Schule ohne Abschluss, in Forchheim ist es jeder vierzigste Jugendliche. Einen hohen Einfluss auf die Quote der Schulabgänger ohne Abschluss haben dabei sowohl die Zahl der Schüler an Förderschulen als auch die Arbeitslosenquote des jeweiligen Kreises.

"Keinen nachweisbaren Einfluss auf den Schulabgang ohne Hauptschulabschluss haben dagegen die Pro-Kopf-Verschuldung der Kommunen und Stadt-Land-Unterschiede", hält Caritas-Generalsekretär Georg Cremer fest. Somit können auch hoch verschuldete Kommunen ihren Beitrag dazu leisten, dass Schüler einen Schulabschluss erreichen. "Keine Kommune kann sich mit Blick auf ihre Verschuldungssituation ihrer Verantwortung entledigen, etwas für ihre Jugendlichen zu tun", betont Neher. So setzen sich in erfolgreichen Städten und Kreisen alle entscheidenden Akteure vor Ort aktiv für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. "Ich wünsche mir eine Bildungsdebatte, die nicht in Schuldzuweisungen steckenbleibt, sondern alle Chancen auslotet, um Kinder und Jugendliche zu befähigen und so die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss drastisch zu reduzieren", so Neher.

Die Studie "Bildungschancen vor Ort" entstand in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. Die Werte auf Landkreisebene sind auf einer interaktiven Landkarte abrufbar. 

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PM: Politischer Wille entscheidet über Bildungschancen

Pressemeldung des Deutschen Caritasverbandes mit den Ergebnissen der Studie "Bildungschancen vor Ort"

Bildungschancen vor Ort - Statement Präsident Neher

Statement von Caritas-Präsident Peter Neher bei der Vorstellung der Studie "Bildungschancen vor Ort". "Deutschland braucht mehr Bildungsgerechtigkeit. Nur eine konsequente Politik der Befähigung vom frühen Kindesalter an wird dazu führen, die hohe Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu reduzieren."

Bildungschancen vor Ort - Statement Generalsekretär Cremer

Statement von Caritas-Generalsekretär Georg Cremer bei der Vorstellung der Studie "Bildungschancen vor Ort". "Neben den sozioökonomischen Faktoren hat auch die Bundeslandzugehörigkeit eines Kreises oder einer kreisfreien Stadt einen hohen Einfluss darauf, wie viele junge Menschen ohne Hauptschulabschluss bleiben."

neue caritas Spezial: Studie zu Bildungschancen

Die 32-seitige Sonderausgabe der Fachzeitschrift neue caritas beinhaltet die Studienergebnisse, die lokalen Befragungen, die Forderungen der Caritas sowie einen Exkurs zur Förderschule.

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