Fachthema
Strategische Ziele des DCV-Vorstands
Zur gesamtverbandlichen Leitung gehört es, verbandliche Prozesse zu initiieren, zu begleiten und zu moderieren. Die strategischen Ziele des Vorstandes des Deutschen Caritasverbandes (DCV) sind eine Orientierung für seine Arbeit in der Leitung des Verbandes mit der Zentrale in Freiburg und den Hauptvertretungen für die Jahre 2012 bis 2015.
Die strategischen Ziele verdeutlichen, welche Schwerpunkte der Vorstand des DCV für den Verband in den nächsten Jahren setzt. Er baut dabei auf die Kompetenzen und Aktivitäten der Gliederungen und Mitglieder und will diese in ihrer Arbeit unterstützen und fördern und damit die Zukunftsfähigkeit der verbandlichen Caritas in unserem Land stärken.
Die bisherigen strategischen Ziele galten für den Zeitraum von 2007 bis 2011. Sie waren wichtige Orientierungsmarken für die Arbeit des DCV in den letzten fünf Jahren. Die Reflexion des bisherigen Strategieprozesses zeigte, dass angesichts der Dynamik der Veränderungen, die sich auf die Arbeit der Caritas auswirken, ein Gültigkeitszeitraum von vier Jahren für die strategischen Ziele sinnvoller ist.
Die strategischen Ziele für die Jahre 2012 bis 2015, die wieder in einem intensiven Prozess zwischen Vorstand und Abteilungsleitungen und punktueller Einbeziehung der Referate erarbeitet wurden, hat der Caritasrat in seiner Sitzung vom 23. November 2011 genehmigt. Der Vorstand berichtet auch künftig jährlich dem Caritasrat über den Stand der Umsetzung der strategischen Ziele. Mögliche Anpassungen der strategischen Ziele werden dem Caritasrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt.
Strategische Ziele bis 2015
Wir wollen bis Ende 2015 erreicht haben, dass der DCV verstärkt mit seiner Arbeit als zukunftsfähiger und attraktiver Ort der Kirche in der Gesellschaft wahrgenommen wird. Auf der Basis seiner Erfahrungen aus der Caritaspraxis hat der DCV zu Positionen und Entwicklungen in der Kirche pointiert Stellung bezogen.
Dazu wollen wir bis Ende 2013 folgende Ziele erreicht haben:
- Die Positionen und Dienstleistungen des DCV sind theologisch und ethisch profiliert und basieren auf der Reflexion der nationalen und internationalen Caritaspraxis.
- Die Dienste und Einrichtungen der Caritas sind darin unterstützt worden, sich als "Kirche vor Ort" zu verstehen und ihr Engagement im pastoralen Raum zu verstärken.
- Auf der Basis der Praxiserfahrungen der Einrichtungen und Dienste sind wirksame Beiträge für das kirchliche Verständnis und die Praxis des Umgangs von Lebensverläufen mit Brüchen geleistet worden.
Wir wollen bis 2015 erreicht haben, dass der DCV mit seinem Hilfswerk Caritas international (Ci) verstärkt als weltweit agierender Partner im Caritasnetzwerk wahrgenommen wird. Ci hat sich als das katholische Hilfswerk für Not- und Katastrophenhilfe profiliert und befördert Gerechtigkeit für sozial benachteiligte Gruppen.
Dazu wollen wir bis Ende 2013 folgende Ziele erreicht haben:
- Die Arbeit von Ci ist in die Medien und Initiativen des DCV eingebunden. Und gleichzeitig wurden internationale Erfahrungen in die Inlandsarbeit einbezogen.
- Die Öffentlichkeitsarbeit ist intensiviert und neue Spender- und Unterstützergruppen sind erschlossen worden, um finanzielle Handlungsspielräume für "stille Katastrophen" und soziale Entwicklung zu erreichen.
- Die Akzeptanz von Ci im Verband ist gefördert. Caritas international hat Hilfestellung und Expertise bei Auslandskontakten und -fragen geboten.
Wir wollen bis Ende 2015 erreicht haben, dass der DCV neue Entwicklungen im Verband anstößt, aufgreift und seinen Gliederungen und Mitgliedern Orientierung bietet.
Dazu wollen wir bis Ende 2013 folgende Ziele erreicht haben:
- Die Zentrale des DCV ist als Netzwerkerin aufgestellt und hat identitätsstiftende Dienstleistungen für den Verband ausgebaut.
- Die Verzahnung von Bund- und Länderlobbying ist wirkungsorientiert umgesetzt. Eine effiziente Austauschstruktur auf Referentenebene ist entwickelt.
- Neue Zielgruppen sind durch geeignete Medien und Engagementangebote für die Caritasidee gewonnen.
Wir wollen bis Ende 2015 erreicht haben, dass der DCV Solidaritätspotentiale in der Gesellschaft gefördert und unterstützt hat.
Dazu wollen wir bis Ende 2013 folgende Ziele erreicht haben:
- Durch die Initiative Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind Solidaritätspotentiale in der Gesellschaft identifiziert und befördert.
- Durch die Verzahnung des bildungspolitischen Lobbyings auf Bund-, Länder- und Ortsebene ist ein Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit geleistet worden.
- Auf nationaler Ebene und auf Ebene der EU ist für das Subsidiaritätsprinzip und das Wunsch- und Wahlrecht der Betroffenen wirksam geworben worden.
Wir wollen bis 2015 erreicht haben, dass der DCV wirksame Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der Caritasunternehmen und ihrer Zukunftssicherung geleistet hat.
Dazu wollen wir bis Ende 2013 folgende Ziele erreicht haben:
- Instrumente für ein gemeinsames und effektives Personalmarketing der Caritas sind aufgebaut. Konzepte für die Weiterentwicklung, Zugänglichkeit und Durchlässigkeit von Gesundheits- und Sozialberufen sind entwickelt.
- Positionen für ein zukunftsfähiges kirchliches Arbeitsrecht sind entwickelt und wurden wirksam vertreten.
- Eine nachhaltige Unternehmenspolitik ist befördert. Das Lobbying für nicht-regelfinanzierte Dienste ist wirkungsorientiert intensiviert.