Deutscher Caritasverband

Referate

Suchthilfe

Durch seine – auch im europäischen Vergleich bestätigte – effektive und effiziente Arbeit ermöglicht er die Teilhabe suchtkranker und -gefährdeter Menschen am gesellschaftlichen Leben und trägt deutlich zur Kostensenkung im Gesundheits- und Sozialwesen bei.

Zentrale Aufgabe des Fachbereichs ist die fachpolitische Vertretung der Suchthilfe sowie deren fachlich-methodische Weiterentwicklung. Bedingt durch die Vielschichtigkeit der substanzbezogenen Störungen im medizinischen, psychischen und sozialen Bereich ist die themenzentrierte Kooperation und Vernetzung mit unterschiedlichen Arbeitsfeldern – auf der fachlich-verbandlichen ebenso wie in der praktischen Arbeit – eine grundsätzliche Anforderung an die Suchthilfe. Dies bedeutet, dass die Veränderungen des gegliederten Leistungs- und Leistungserbringungsrechts sowie fachliche und strukturelle Entwicklungen in einem ständigen Prozess der Kooperation und Abstimmung mit den Gliederungen, Fachorganisationen, Leistungsträgern und der Politik – unter Einbindung der Selbsthilfe-Organisationen – konzeptionell und methodisch umgesetzt werden.

Dem wird u. a. durch die Koordination aller in der Suchthilfe tätigen Verbände im katholischen Bereich (AKS) und die intensive Kooperation mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen  (DHS) sowie regelmäßige Gespräche mit Leistungsträgern (Deutsche Rentenversicherung Bund) und dem zuständigen Bundesministerium für Gesundheit (BMGS) Rechnung getragen.

Bundesweite Koordinationsstelle für die Selbsthilfe junger Abhängiger

Die bundesweite Koordinationsstelle ist eine zentrale, überverbandlich tätige Stelle des Referats mit Dienstsitz in Berlin. Sie wird gefördert durch die Deutschen Rentenversicherung Bund.
Die Suchtselbsthilfe hat sich als wirksame Unterstützung für Suchtkranke und Angehörige erwiesen. Junge, oftmals mehrfach-abhängige Suchtkranke oder junge Konsumenten verschiedenster Suchtmittel benötigen - über die Gespräche in der Selbsthilfegruppe hinaus - methodische Ansätze, um ihnen den Zugang zur Selbsthilfe zu eröffnen.

Zentrale Aufgabe der bundesweiten Koordinationsstelle ist daher neben der Interessenvertretung für die Selbsthilfe junger Abhängiger die Unterstützung der Träger und Suchthilfeeinrichtungen im Aufbau neuer Selbsthilfegruppen und -strukturen. Dies wird umgesetzt durch die Konzeptentwicklung altersgemäßer, attraktiver Selbsthilfeangebote, die Qualifizierung von Gruppenleitern und freiwilligen Helfern sowie durch  Informationsvermittlung und die Durchführung bundesweiter Veranstaltungen. Sie leistet damit einen Beitrag zur verbesserten Wiedereingliederung und Teilhabe junger Suchtkranker und unterstützt diese in einer suchtmittelfreien Lebensgestaltung.

Zur Realisierung dieser Aufgaben arbeitet die bundesweite Koordinationsstelle eng mit den Diözesanreferenten für Suchthilfe im DCV, mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. sowie mit dem Kreuzbund-Bundesverband e.V. und anderen Suchtselbsthilfeverbänden zusammen.

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