So sehen Heldinnen und Helden aus
Jugendliche leisten viel, vor allem wenn sie in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Im Rahmen der Initiative "Achten statt ächten" stellt die Caritas solche Jugendliche vor.
Laden Sie hier das Statement von Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, auf der Pressekonferenz zur Jahreskampagne 2008 herunter (47 Kilo Byte).
Musikworkshop in Münster

Münster, September 2008: Unter dem Motto "So sehen Helden aus" hat der Diözesan-Caritasverband Münster mit einem Musikworkshop gepunktet. Hundert Jugendliche aus Caritasheimen bundesweit holten aus Trommel, Bassgitarre und Keyboard ebenso wie aus ihrer Stimme etwas heraus, womit sie beim Abschlusskonzert in der effata-Jugendkirche begeistern konnten: ihre gemeinsam erarbeitete Musik. Zwei Pop-Bands, eine Big Band, ein großer Gospelchor und die Beatboxer traten auf. Klar, dass das konzentrierte Üben auch eine Menge neue Kontakte unter den Teilnehmenden brachte.
Das Lied vom Starksein - Projektarbeit 2007 als PDF-Dokument (188 kB) zum Herunterladen.
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Kinder und Profis am Mikro: die Musik-CD "Starke Kinder" zur Caritas-Kampagne 2007
Mach Dich stark für starke Kinder –
Eine Initiative für benachteiligte Kinder und Jugendliche
Jugendlichen darf nicht von ihrer
sozialen Herkunft bestimmt sein.
Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen darf nicht von ihrer sozialen Herkunft bestimmt sein.
Mit der Veröffentlichung des 2. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung im März 2005 wurde die besorgniserregende
Situation von Kindern und Jugendlichen offenbar:
- Über 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in Deutschland leben auf Sozialhilfeniveau
- 9 Prozent eines Jahrgangs erreichen keinen Schulabschluss
- Fast 11 Prozent der jungen Menschen unter 25 Jahren sind arbeitslos und
- 15 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgang erreichen bis zum 25. Lebensjahr keinen Ausbildungsabschluss
Bei ausländischen Jugendlichen liegen die Zahlen etwa doppelt so hoch.
Geringe Bildung führt zu Armut
Zusätzlich belegt der Bericht den Zusammenhang zwischen niedrigen Einkommen und geringer Bildung und der Zunahme von Arbeitslosigkeit und Armut. Dies bedeutet, dass Jugendliche ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung ein hohes Armutsrisiko tragen. Angesichts der hohen Bedeutung von Bildung und beruflicher Qualifikation für ein gelingendes Hineinwachsen in unsere Gesellschaft, muss alles unternommen werden, damit insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche bei ihrer sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration unterstützt und gefördert werden.
Die Befähigungsgerechtigkeit
Das Konzept der Befähigungsgerechtigkeit geht davon aus, dass jeder Mensch Fähigkeiten und Talente hat. Diese kann der Einzelne nur verwirklichen, wenn Grundbedingungen wie zum Beispiel Bildung, Gesundheitsvorsorgung, Schutz vor Diskriminierung und die Möglichkeit der selbst bestimmten Teilhabe an der Gesellschaft gegeben sind. Diese Voraussetzungen kann der Einzelne nicht selbst sicherstellen. Befähigung bedeutet, den einzelnen Menschen darin zu unterstützen, dass er ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben führen kann. Dies ist ein Grundanliegen der katholischen Soziallehre.
Grundsatzartikel zur Befähigungsgerechtigkeit : Jeder Mensch hat Talente – er muss sie nur entfalten können. Aus neue caritas 21/05, Dr. Ulrike Kostka (pdf-Dokument, 990 Kilo Byte)
Sammeln und Sichten – Anpassen und Umsetzen
Vor diesem Hintergrund hat der Caritasverband beschlossen, im Zeitraum 2006 bis 2008 mit Hilfe der Befähigungsinitiative die
Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen mit unzureichenden Startchancen zu verbessern.
Wir wollen unsere bisherige Arbeit überprüfen und weiter entwickeln, damit sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche Chancen
auf eine bessere Zukunft erhalten. Deshalb sind die bundesweit vielen hundert erfolgreich laufenden Projekte in einer Datenbank
gesammelt worden (siehe die Rubrik oben links auf dieser Seite). Damit verbunden ist auch die Selbstreflexion des Verbandes
angestoßen worden: Wie fördert die Caritas benachteiligte Kinder und Jugendliche? Wie erreichen wir diese Zielgruppe? Was
können wir verbessern und wie können wir die Öffentlichkeit für die Problematik und die Unterstützung unserer Arbeit sensibilisieren
und gewinnen? Die besonders erfolgreichen Projekte und Initiativen sollen als Best-Practice-Beispiele dazu animieren, auch an anderen Orten umgesetzt zu werden.
Wir geben Startchancen
Die Befähigungsinitiative umfasst viele Bereiche: Von der Förderung von Kleinkindern, Patenschaften zur Bewältigung des Schulalltags, gezielter Sprachförderung von Migrantenkindern bis hin zur Begleitung und Qualifizierung beim Übergang von der Schule ins Erwerbsleben.
Beispielhafte Projekte, die sich in der Praxis bewährt haben:
- Beispiele aus der Förderung von benachteiligten Jugendlichen . Zusammenstellung für "Achten statt ächten – Eine Initiative für benachteiligte Jugendliche"
- Das Freiwilligen-Zentrum Neustadt a.d. Aisch
vermittelt im Rahmen des freiwilligen sozialen Schuljahrs Jugendliche mit Migrationshintergrund in Kindergärten, wo Kinder aus demselben Kulturkreis Sprachförderung erhalten.
Kontakt: "Integration durch Sprachförderung" Herr Horst Koydl, Ansbacher Strasse 6, 91413 Neustadt an der Aisch, Tel.: 09161/8889-0. - Projekt "Balu und Du"
Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln hat gemeinsam mit der Uni Köln und Osnabrück das Projekt "Balu und Du" ins Leben gerufen, bei dem junge Paten benachteiligte Grundschulkinder begleiten, sie fördern und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.
Projekte zur Befähigungsinitiative in Deutschland
Hier gelangen Sie zur Projekt-Datenbank der Befähigungsinitiative mit bisher rund 800 Projekten deutschlandweit: Projekt-Datenbank
Neue Berufsbilder entwickeln
Jugendlichen z.B. bei der Suche
nach einen Ausbildungsplatz
Fotograf: Holger Lietfien vom
Freiwilligen-Zentren Lupe Leverkusen
Ein weiterer Schwerpunkt der Befähigungsinitiative ist die Entwicklung neuer Berufsbilder für gering qualifizierte junge Menschen. Einrichtungen und Dienste der Caritas sollten prüfen, ob und wie Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden können. So kann zum Beispiel durch Praktika, Freiwilligendienste oder speziell geschaffene "Anlernjobs" jungen Menschen der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erleichtert werden.
Anwaltschaftliches Handeln
Nicht zuletzt sind wir uns unserer anwaltschaftlichen Verantwortung bewusst. Die Befähigung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher unterliegt vielfältigen förderlichen oder hemmenden Bedingungen. Daraus ergeben sich sozialpolitische Forderungen, die wir den politischen Entscheidungsträgern gegenüber vertreten. Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir jungen Menschen Perspektiven schaffen!




