Helden melden

Er will sich nicht prügeln, obwohl er mit Prügeln aufgewachsen ist

So sehen Heldinnen und Helden aus

Jugendliche leisten viel, vor allem wenn sie in schwierigen Verhältnissen aufwachsen. Im Rahmen der Initiative "Achten statt ächten" stellt die Caritas solche Jugendliche vor.

Heldengeschichten lesen   

Laden Sie hier das Statement von Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, auf der Pressekonferenz zur Jahreskampagne 2008   herunter (47 Kilo Byte).

 

Musikworkshop in Münster

Münster, September 2008: Unter dem Motto "So sehen Helden aus" hat der Diözesan-Caritasverband Münster mit einem Musikworkshop gepunktet. Hundert Jugendliche aus Caritasheimen bundesweit holten aus Trommel, Bassgitarre und Keyboard ebenso wie aus ihrer Stimme etwas heraus, womit sie beim Abschlusskonzert in der effata-Jugendkirche begeistern konnten: ihre gemeinsam erarbeitete Musik. Zwei Pop-Bands, eine Big Band, ein großer Gospelchor und die Beatboxer traten auf. Klar, dass das konzentrierte Üben auch eine Menge neue Kontakte unter den Teilnehmenden brachte.

 
"Starke Songs"

Das-Lied-vom-Starksein.

Das Lied vom Starksein - Projektarbeit 2007 als PDF-Dokument (188 kB) zum Herunterladen.

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Prinzen-Sänger Wolfgang Lenk und die Kinderdorf-Kinder machen sich stark für „Starke Kinder“

Kinder und Profis am Mikro: die Musik-CD "Starke Kinder" zur Caritas-Kampagne 2007

Webshop bei Caritas  

 
Prima Beispiel aus Baden
Kinder mit Migrationshintergrund lernen spielerisch, aber planmäßig Deutsch im Stadtteilzentrum Briegelacker
 
Projektpräsentation Caritaskongress

Die Arbeit der Deutschen Caritas ist sehr vielfältig. Wählen Sie nach dem Zufallsprinzip aus über 100 good-practice Beispielen.

good practice Projekte Beispiele

 
Infos zur Befähigungsinitiative der Caritas in Deutschland 2006 bis 2008  

Mach Dich stark für starke Kinder –
Eine Initiative für benachteiligte Kinder und Jugendliche 

Foto von Jugendlichen
Die Entwicklung von Kindern und
Jugendlichen darf nicht von ihrer
sozialen Herkunft bestimmt sein.

Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen darf nicht von ihrer sozialen Herkunft bestimmt sein.
Mit der Veröffentlichung des 2. Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung im März 2005 wurde die besorgniserregende Situation von Kindern und Jugendlichen offenbar:

  • Über 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren in Deutschland leben auf Sozialhilfeniveau
  • 9 Prozent eines Jahrgangs erreichen keinen Schulabschluss
  • Fast 11 Prozent der jungen Menschen unter 25 Jahren sind arbeitslos und
  • 15 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgang erreichen bis zum 25. Lebensjahr keinen Ausbildungsabschluss

Bei ausländischen Jugendlichen liegen die Zahlen etwa doppelt so hoch.

Geringe Bildung führt zu Armut

Zusätzlich belegt der Bericht den Zusammenhang zwischen niedrigen Einkommen und geringer Bildung und der Zunahme von Arbeitslosigkeit und Armut. Dies bedeutet, dass Jugendliche ohne Schulabschluss oder Berufsausbildung ein hohes Armutsrisiko tragen. Angesichts der hohen Bedeutung von Bildung und beruflicher Qualifikation für ein gelingendes Hineinwachsen in unsere Gesellschaft, muss alles unternommen werden, damit insbesondere benachteiligte Kinder und Jugendliche bei ihrer sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration unterstützt und gefördert werden.

Die Befähigungsgerechtigkeit

Das Konzept der Befähigungsgerechtigkeit geht davon aus, dass jeder Mensch Fähigkeiten und Talente hat. Diese kann der Einzelne nur verwirklichen, wenn Grundbedingungen wie zum Beispiel Bildung, Gesundheitsvorsorgung, Schutz vor Diskriminierung und die Möglichkeit der selbst bestimmten Teilhabe an der Gesellschaft gegeben sind. Diese Voraussetzungen kann der Einzelne nicht selbst sicherstellen. Befähigung bedeutet, den einzelnen Menschen darin zu unterstützen, dass er ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben führen kann. Dies ist ein Grundanliegen der katholischen Soziallehre.

Grundsatzartikel zur Befähigungsgerechtigkeit : Jeder Mensch hat Talente – er muss sie nur entfalten können. Aus neue caritas 21/05, Dr. Ulrike Kostka (pdf-Dokument, 990 Kilo Byte) 

Sammeln und Sichten – Anpassen und Umsetzen

Vor diesem Hintergrund hat der Caritasverband beschlossen, im Zeitraum 2006 bis 2008 mit Hilfe der Befähigungsinitiative die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen mit unzureichenden Startchancen zu verbessern.
Wir wollen unsere bisherige Arbeit überprüfen und weiter entwickeln, damit sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche Chancen auf eine bessere Zukunft erhalten. Deshalb sind die bundesweit vielen hundert erfolgreich laufenden Projekte in einer Datenbank gesammelt worden (siehe die Rubrik oben links auf dieser Seite). Damit verbunden ist auch die Selbstreflexion des Verbandes angestoßen worden: Wie fördert die Caritas benachteiligte Kinder und Jugendliche? Wie erreichen wir diese Zielgruppe? Was können wir verbessern und wie können wir die Öffentlichkeit für die Problematik und die Unterstützung unserer Arbeit sensibilisieren und gewinnen? Die besonders erfolgreichen Projekte und Initiativen sollen als Best-Practice-Beispiele dazu animieren, auch an anderen Orten umgesetzt zu werden.

Wir geben Startchancen

Die Befähigungsinitiative umfasst viele Bereiche: Von der Förderung von Kleinkindern, Patenschaften zur Bewältigung des Schulalltags, gezielter Sprachförderung von Migrantenkindern bis hin zur Begleitung und Qualifizierung beim Übergang von der Schule ins Erwerbsleben.

Beispielhafte Projekte, die sich in der Praxis bewährt haben:

  • Beispiele aus der Förderung von benachteiligten Jugendlichen . Zusammenstellung für  "Achten statt ächten – Eine Initiative für benachteiligte Jugendliche"
  • Das Freiwilligen-Zentrum Neustadt a.d. Aisch
    vermittelt im Rahmen des freiwilligen sozialen Schuljahrs Jugendliche mit Migrationshintergrund in Kindergärten, wo Kinder aus demselben Kulturkreis Sprachförderung erhalten.
    Kontakt: "Integration durch Sprachförderung" Herr Horst Koydl, Ansbacher Strasse 6, 91413 Neustadt an der Aisch, Tel.: 09161/8889-0.
  • Projekt "Balu und Du"
    Der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln hat gemeinsam mit der Uni Köln und Osnabrück das Projekt "Balu und Du" ins Leben gerufen, bei dem junge Paten benachteiligte Grundschulkinder begleiten, sie fördern und ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

Projekte zur Befähigungsinitiative in Deutschland
Hier gelangen Sie zur Projekt-Datenbank der Befähigungsinitiative mit bisher rund 800 Projekten deutschlandweit: Projekt-Datenbank  

Neue Berufsbilder entwickeln

Berufspatenschaften helfen benachteiligten
Jugendlichen z.B. bei der Suche
nach einen Ausbildungsplatz

Fotograf: Holger Lietfien vom
Freiwilligen-Zentren Lupe Leverkusen

Ein weiterer Schwerpunkt der Befähigungsinitiative ist die Entwicklung neuer Berufsbilder für gering qualifizierte junge Menschen. Einrichtungen und Dienste der Caritas sollten prüfen, ob und wie Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden können. So kann zum Beispiel durch Praktika, Freiwilligendienste oder speziell geschaffene "Anlernjobs" jungen Menschen der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Anwaltschaftliches Handeln

Nicht zuletzt sind wir uns unserer anwaltschaftlichen Verantwortung bewusst. Die Befähigung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher unterliegt vielfältigen förderlichen oder hemmenden Bedingungen. Daraus ergeben sich sozialpolitische Forderungen, die wir den politischen Entscheidungsträgern gegenüber vertreten. Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir jungen Menschen Perspektiven schaffen!