Senioren fragen immer öfter die Caritas
Vor allem Suche nach Unterstützung im Alltag/Offene Altenhilfe berät in Pflegefragen/Zusammenarbeit mit Sozialstationen
Münster (cpm)
.
Immer häufiger wenden sich ältere Menschen an die Caritas und suchen
Unterstützung im Alltag. Fast 1.000 Beratungsgespräche mehr führten die
Mitarbeiter in der Offenen Altenhilfe im vergangenen Jahr gegenüber 2006. Auch
die Zahl der Ratsuchenden stieg weiter von 3.505 auf 3.875 an. Viele Fragen
betreffen dabei Bereiche, für die nach der Reform der Pflegeversicherung in
allen Bundesländern Pflegestützpunkte neu aufgebaut werden sollen. "Wir
decken in der Caritas mit der Altenberatung seit Jahrzehnten einen Großteil der
Anforderungen bereits ab", erklärt Hildegard Kuhlmann, Referatsleiterin
Altenhilfe und Sozialstationen im Diözesancaritasverband Münster. Eng wird mit
den Sozialstationen zusammengearbeitet. Informationen zu Hilfsmöglichkeiten und
die Weitervermittlung zu Diensten nehmen fast ein Drittel der Beratungsarbeit
ein.
Die meisten alten Menschen in den Beratungsstellen
kommen mit mehr als einer Frage, wobei die Überforderung mit der häuslichen und
familiären Pflegesituation an erster Stelle steht. Danach folgt gleich die
sozialrechtliche Beratung zu Leistungen beispielsweise der Pflegeversicherung
oder des Sozialamtes und wie diese beantragt werden können. Etwa die Hälfte der
9.400 Beratungsgespräche konnten dabei am Telefon erfolgen, aber die
Jahresstatistik verzeichnet auch 2.480 Hausbesuche.
Um den seit Jahren steigenden Andrang bei praktisch
gleichbleibender Mitarbeiterzahl auffangen zu können, arbeiten alle
Beratungsstellen mit Ehrenamtlichen und Kooperationspartnern wie den
Familienbildungsstätten zusammen. Dabei, so Kuhlmann, "greifen sie ständig
neue Entwicklungen auf". Ausgebaut wird die Schulung von
Seniorenbegleitern und immer häufiger engagieren sich die Caritas-Mitarbeiter
in Arbeitskreisen zur demographischen Entwicklung in den Städten und Gemeinden,
wo sie ihr Fachwissen einbringen können.
73/2008
23. Juli 2008
