Diözesan-Caritasverband Münster, 24.07.2008

Senioren fragen immer öfter die Caritas

Vor allem Suche nach Unterstützung im Alltag/Offene Altenhilfe berät in Pflegefragen/Zusammenarbeit mit Sozialstationen

Münster (cpm) . Immer häufiger wenden sich ältere Menschen an die Caritas und suchen Unterstützung im Alltag. Fast 1.000 Beratungsgespräche mehr führten die Mitarbeiter in der Offenen Altenhilfe im vergangenen Jahr gegenüber 2006. Auch die Zahl der Ratsuchenden stieg weiter von 3.505 auf 3.875 an. Viele Fragen betreffen dabei Bereiche, für die nach der Reform der Pflegeversicherung in allen Bundesländern Pflegestützpunkte neu aufgebaut werden sollen. "Wir decken in der Caritas mit der Altenberatung seit Jahrzehnten einen Großteil der Anforderungen bereits ab", erklärt Hildegard Kuhlmann, Referatsleiterin Altenhilfe und Sozialstationen im Diözesancaritasverband Münster. Eng wird mit den Sozialstationen zusammengearbeitet. Informationen zu Hilfsmöglichkeiten und die Weitervermittlung zu Diensten nehmen fast ein Drittel der Beratungsarbeit ein.

Die meisten alten Menschen in den Beratungsstellen kommen mit mehr als einer Frage, wobei die Überforderung mit der häuslichen und familiären Pflegesituation an erster Stelle steht. Danach folgt gleich die sozialrechtliche Beratung zu Leistungen beispielsweise der Pflegeversicherung oder des Sozialamtes und wie diese beantragt werden können. Etwa die Hälfte der 9.400 Beratungsgespräche konnten dabei am Telefon erfolgen, aber die Jahresstatistik verzeichnet auch 2.480 Hausbesuche.

Um den seit Jahren steigenden Andrang bei praktisch gleichbleibender Mitarbeiterzahl auffangen zu können, arbeiten alle Beratungsstellen mit Ehrenamtlichen und Kooperationspartnern wie den Familienbildungsstätten zusammen. Dabei, so Kuhlmann, "greifen sie ständig neue Entwicklungen auf". Ausgebaut wird die Schulung von Seniorenbegleitern und immer häufiger engagieren sich die Caritas-Mitarbeiter in Arbeitskreisen zur demographischen Entwicklung in den Städten und Gemeinden, wo sie ihr Fachwissen einbringen können.

73/2008             23. Juli 2008

Weitere Infos zu diesen Themen: