Bessere Begleitung sterbender Menschen
BAG Hospiz, Caritas und Diakonie begrüßen entsprechende Neuregelungen der Gesundheitsreform
Berlin, 30. März 2007.
Künftig wird es möglich sein, schwerstkranke und
sterbende Menschen in der gewohnten Umgebung durch spezialisierte ambulante
Palliative-Care-Teams
medizinisch und pflegerisch
professionell zu versorgen. Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz werden
hierzu jetzt die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen. Dadurch müssen
Menschen nicht mehr so häufig notfallmäßig in Krankenhäuser eingewiesen werden
und können bis zuletzt gut versorgt zu Hause leben und auch sterben. Dies
wünschen sich die meisten Menschen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e. V.,
das Diakonische Werk der EKD e. V. und der Deutsche Caritasverband e. V.
begrüßen ausdrücklich entsprechende Änderungen des Sozialgesetzbuches. Zu den
Verbesserungen gehört auch, dass ambulante Hospizdienste zukünftig für die
psychosoziale Begleitung von sterbenden Menschen auch in Pflegeheimen eine
Förderung erhalten. Positiv für die stationären Hospize ist, dass bei
Nichteinigung in Vertragsverhandlungen eine Schiedsperson bestellt werden kann.
Die stationären Kinderhospize müssen zukünftig nur noch fünf Prozent der Kosten
durch Spenden aufbringen, was aber in der Regel zu einer weiteren finanziellen
Belastung der Familien führt.
Die Verbände bedauern zugleich, dass bei stationären Hospizen für Erwachsene
der Eigenanteil bei mindestens zehn Prozent geblieben ist. Ein Vorschlag zur
Neuregelung der Finanzierung mit dem Ziel der Reduzierung der finanziellen
Belastung der Patienten und dem Abbau von Verwaltungsaufwand wurde nicht
berücksichtigt.
Wünschenswert wäre weiterhin gewesen, dass der multiprofessionelle Ansatz in
der Sterbebegleitung unter Einbeziehung des Ehrenamtes für die neu entstehenden
Palliative-Care-Teams
gesetzlich noch deutlicher
verankert wird. Das Maß dieser Zusammenarbeit wird nun der Gemeinsame
Bundesausschuss bis Ende September 2007 festlegen.
Wenn Sie weitere Informationen wünschen, wenden sie sich bitte an folgende
Verbände:
•
Deutscher Caritasverband e. V., Herr
Thomas
Hiemenz
, Telefon 0761 200-381,
E-Mail:
thomas.hiemenz@caritas.de
•
Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz,
Telefon 030 83223893, Mobil 0178 2044077
•
Diakonisches Werk der EKD e. V., Frau Barbara
Vahl
, Pressesprecherin,
Telefon 030 83001-130, E-Mail:
pressestelle@diakonie.de
